Stell dir vor: weisser Sand unter deinen Fuessen, ein Smoothie aus frischer Kokosnuss in der Hand und vor dir ein Meer, das in drei verschiedenen Blautoenen leuchtet. Die Philippinen sind ein Backpacker-Traum mit ueber 7000 Inseln, und genau das macht die Planung anfangs ein bisschen einschuechternd. Drei Wochen klingen viel, aber bei diesen Entfernungen ist die Zeit schneller verflogen, als du denkst. In diesem Guide bekommst du eine erprobte Route, die das Beste aus dem Land herausholt, ohne dass du jeden zweiten Tag im Bus oder am Flughafen sitzt.
Warum die Philippinen fuer deutsche Backpacker?
Viele Deutsche kennen Thailand, Vietnam oder Indonesien - die Philippinen stehen oft noch im Schatten. Dabei sind sie ideal fuer alle, die echtes Inselhopping suchen, gerne tauchen oder surfen, und etwas weniger Touristenmasse vertragen koennen. Englisch ist im ganzen Land Amtssprache, was die Reise enorm erleichtert: Du kommst mit Schulenglisch ueberall durch. Die Menschen gelten als ausgesprochen herzlich, und die Lebenshaltungskosten sind fuer Backpacker angenehm niedrig.
Ein ehrliches Wort vorweg: Die Anreise aus Deutschland ist lang, meist mit ein bis zwei Zwischenstopps. Plane den Jetlag ein und gib dir am Anfang einen Puffertag. Wenn du dir bei der Feinplanung helfen lassen willst, ist unser Trip-Planer ein guter Startpunkt.
Woche 1: Ankommen, Cebu und Bohol
Die meisten Fluege landen in Manila. Die Hauptstadt ist laut, chaotisch und nicht jedermanns Sache - viele Backpacker fliegen direkt am selben oder naechsten Tag weiter. Ein guter Einstieg ist Cebu, das zentral liegt und ein praktisches Drehkreuz fuer Inlandsfluege und Faehren ist.
Von Cebu aus erreichst du schnell die Insel Bohol. Hier warten die beruehmten Chocolate Hills, die putzigen Koboldmakis (Tarsiere) und entspannte Straende auf Panglao. Plane hier ruhig vier bis fuenf Tage ein. Du kannst mit dem Roller die Insel erkunden, im Klarwasser schnorcheln und dich langsam an das Reisetempo gewoehnen. Wer mag, macht einen Zwischenstopp in Moalboal auf der Hauptinsel Cebu - dort gibt es eine riesige Sardinen-Schule direkt vom Ufer aus zu sehen, ein echtes Highlight zum Schnorcheln.
Praktischer Tipp zum Reisetempo
Unterschaetze die Faehrzeiten nicht. Verbindungen werden gelegentlich wegen Wetter oder See gestrichen, besonders in der Regenzeit. Buche Anschluesse nie zu knapp und halte immer einen Puffer von einem halben Tag bereit.
Woche 2: Siargao - Surfen und Inselleben
Jetzt kommt das Herzstueck vieler Philippinen-Reisen: Siargao. Die traenenfoermige Insel im Osten ist Surfer-Mekka und gleichzeitig der entspannteste Ort, den du dir vorstellen kannst. Die beruehmte Welle Cloud 9 zieht erfahrene Surfer an, aber es gibt auch Anfaengerspots mit Surfschulen, an denen du dein erstes Mal auf dem Brett wagen kannst.
Siargao ist aber weit mehr als Wellen. Miete dir einen Roller und fahre zu den Naturpools von Magpupungko, die bei Ebbe wie natuerliche Schwimmbecken im Fels liegen. Mach eine Bootstour zu den drei vorgelagerten Inseln Naked, Daku und Guyam. Verliere dich auf der Palmenstrasse, einer kilometerlangen Allee aus Kokospalmen. Drei bis vier Tage solltest du hier mindestens bleiben - viele bleiben deutlich laenger, weil die Insel eine fast magische Anziehungskraft hat.
Die Anreise nach Siargao erfolgt meist per Inlandsflug. Diese Strecken sind beliebt, also buche dein Ticket frueh, gerade in der Hochsaison.
Woche 3: Palawan - das grosse Finale
Fuer die letzte Woche geht es nach Palawan, das viele fuer die schoenste Inselregion der Philippinen halten. El Nido im Norden ist Ausgangspunkt fuer die legendaeren Island-Hopping-Touren durch die Bacuit-Lagune: steile Kalksteinfelsen, versteckte Lagunen und Straende, die aussehen wie aus einem Bildschirmschoner. Die Standardtouren sind durchnummeriert von A bis D - jede hat ihren eigenen Charme.
Wer mehr Ruhe sucht, faehrt weiter nach Port Barton, ein verschlafenes Fischerdorf mit deutlich weniger Trubel. Coron im Norden ist dagegen ein Traum fuer Wrack-Taucher: Hier liegen japanische Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg in glasklarem Wasser. Wenn deine Zeit knapp wird, musst du dich zwischen El Nido und Coron entscheiden - beide an einem Ende deiner Reise unterzubringen ist sportlich.
Rueckreise einplanen
Plane fuer den letzten Tag genug Puffer ein, um zurueck nach Manila oder Cebu fuer deinen internationalen Rueckflug zu kommen. Ein gestrichener Inlandsflug am letzten Tag ist der Albtraum jedes Backpackers. Sicherer ist es, einen Tag vor dem Heimflug schon in der Naehe des internationalen Flughafens zu sein.
Budget, Saison und Packen
Die Philippinen sind fuer Backpacker preiswert. Unterkuenfte in Hostels, Streetfood, lokale Faehren und Roller-Miete halten dein Tagesbudget niedrig. Die groessten Kostenfaktoren sind Inlandsfluege und organisierte Touren - hier lohnt sich fruehzeitiges Buchen.
Die beste Reisezeit liegt grob in der Trockenzeit. Da das Wetter regional stark schwankt, lohnt ein Blick auf unseren Guide zur besten Reisezeit, bevor du Termine festlegst. Pack leicht: schnelltrocknende Kleidung, eine gute Reiseapotheke, Muecken- und Sonnenschutz und wasserdichte Beutel fuer Elektronik. Bargeld ist Koenig - viele kleine Inseln haben kaum Geldautomaten, also hebe in groesseren Staedten genug ab.
Haeufig gestellte Fragen
Reichen drei Wochen fuer die Philippinen?
Ja, drei Wochen sind ein guter Rahmen fuer eine erste Reise. Sie reichen fuer zwei bis drei Regionen, ohne dass du dich gehetzt fuehlst. Versuche nicht, das ganze Land zu sehen - das fuehrt nur zu Stress. Lieber wenige Orte richtig geniessen.
Brauche ich ein Visum fuer die Philippinen?
Deutsche Staatsbuergerinnen und Staatsbuerger duerfen in der Regel visumfrei fuer einen begrenzten Aufenthalt einreisen. Bestimmungen koennen sich aendern, pruefe daher immer kurz vor Abflug die aktuellen Einreiseregeln beim Auswaertigen Amt und stelle sicher, dass dein Reisepass lange genug gueltig ist.
Ist Backpacking auf den Philippinen sicher?
Fuer die meisten Reisenden ja, mit dem ueblichen gesunden Menschenverstand. Achte auf deine Wertsachen, respektiere das Meer und seine Stroemungen und informiere dich ueber regionale Sicherheitshinweise. Die ueberwaeltigende Mehrheit der Backpacker erlebt eine entspannte, freundliche Reise.
Wie komme ich zwischen den Inseln am besten herum?
Eine Mischung aus Inlandsfluegen fuer lange Strecken und Faehren oder Booten fuer kurze Hopser ist ideal. Roller sind perfekt, um Inseln vor Ort zu erkunden. Mehr Routen-Inspiration findest du in unseren weiteren deutschen Reisefuehrern.
